Im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses wurde über den Umgang mit dem Volksentscheid Tegel debattiert. Dazu als Gutachter geladen waren die Verwaltungsrechtler Stefan Paetow und Jan Ziekow sowie der Luftrechtsexperte Elmar Giemulla. Fazit: Dreh- und Angelpunkt für die Frage einer Offenhaltung von Tegel bleibt die Kapazitätsfrage beim BER. Wenn der nicht ausreicht, kommen aber neben Tegel auch Standorte wie Eberswalde, Neuhardenberg etc. wieder als Zusatz-Flughäfen ins Spiel, so Giemulla und Paetow. Zu Sprache kommt auch, dass die geplanten BER-Erweiterungen Klagen nach sich ziehen und dadurch eventuell verzögert werden könnten – was wiederum den angepeilten BER-Inbetriebnahmetermin 2020 gefährden könnte. Die AfD-Fraktion bewertet das Votum des Volksentscheids auch als ein Votum gegen das Projekt Berlin TXL. Stefan Paetow wiederum sieht die fortgeschrittenen Planungen für das Projekt Berlin TXL als wichtiges Argument bei einer eventuellen Abwägung über den Standort eines Zusatz-Flughafens zum BER an.