Die CDU Brandenburg hat beim Parlamentarischen Beratungsdienst des Landtages ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass sich mit der Möglichkeit einer Offenhaltung des Flughafens Tegel befasst. Das Ergebnis hier: Eine dauerhafte Offenhaltung Tegels ist ausgeschlossen, eine Verlängerung des Zeitraums bis zur Schließung aber möglich. Allerdings müssten sich Berlin, Brandenburg und der Bund über einen befristeten Weiterbetrieb einigen. Das Gutachten gibt keinen Zeitplan vor, wie lange der Flughafen dann vorübergehend offen bleiben soll. Die Hürden dafür sind aber hoch. Eingehen in die Abwägung müssen erkennbare Kapazitätsprobleme am BER und die Belastung durch Lärm oder Schadstoffe in Tegel sowie die Sicherheitsfragen. Zudem müsste der gemeinsame Landesentwicklungsplan von Berlin und Brandenburg geändert werden. Die prompte Reaktion der brandenburgischen Landesregierung: „‚Der parlamentarische Beratungsdienst macht sein Gutachten an der Frage fest, ob zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des BER ausreichend Kapazitäten vorhanden sind. Alle drei Gesellschafter gehen davon aus, dass dies der Fall sein wird und der Masterplan der FBB ein bedarfsgerechtes Wachstum ermöglicht‘, teilte Staatskanzlei Martin Gorholt (SPD) mit“, so die MAZ.