Die Corona-Pandemie ist das beherrschende Thema, und sie hat möglicherweise auch Auswirkungen auf den Zeitplan für die Schließung des alten Flughafens Tegel. Hier und in Schönefeld sind die Passagierzahlen eingebrochen. Aktuell sind in Tegel bereits mehr als 90 Prozent der Linienflüge gestrichen, am kleineren Airport Schönefeld weit über die Hälfte. Das führt bei der Flughafengesellschaft FBB zu massiven Einnahmeverlusten. Ein dpa-Bericht dazu macht die Runde: „In der Coronavirus-Krise könnte in Zukunft auch die vorübergehende Schließung eines der beiden Berliner Flughäfen Tegel oder Schönefeld ein Thema werden. Das werde in den nächsten Wochen zu entscheiden sein, sagte Rainer Bretschneider, Aufsichtsratschef der Betreibergesellschaft, am Montag in Potsdam. Im Moment stehe die Entscheidung aber nicht an. Man sei in der Absprache mit den Luftfahrtbehörden. Die Flughafengesellschaft selbst habe eine Betriebspflicht, nur die Behörden könnten die Schließung verfügen. ‚Wir stehen vor erheblichen Liquiditätsproblemen‘, sagte Bretschneider. Um die Einnahmeverluste durch das Coronavirus auszugleichen, brauche man im günstigsten Fall einen kleinen dreistelligen Millionenbetrag. Der Aufsichtsrat hatte am Donnerstag eingewilligt, um staatliche Hilfe zu ersuchen.“ Das ruft auch eine Reihe von Berliner Politikern auf den Plan, die die vorzeitige Schließung des Flughafens Tegel fordern. Gerd Appenzeller zitiert dazu im Tagesspiegel den SPD-MdA Daniel Buchholz: „Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt“.