Berlins Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD) hat allen Plänen für den Neubau einer Hertha-Fußballarena am Olympiapark eine Absage erteilt und erneut den Standort Berlin TXL ins Spiel gebracht: „Wenn Sie ein Stadion für 50 000 Zuschauer bauen wollen, mit allen dazugehörigen Auflagen, haben Sie dafür in Berlin keine freie Fläche, die ohne Konflikt ist. Aber die Fläche in Tegel hätte viele Vorteile, unter anderem, dass sie gut ans Bahnnetz angeschlossen werden könnte. Nach jetzigen Planungen für Tegel ist diese Fläche als Grünfläche vorgesehen und auch da gibt es politische Widerstände. Wenn Hertha und andere Tegel nicht wollen, dann wird es knapp mit freien Flächen, auf denen man ein Fußballstadion bauen kann.“ Anders als bei den ersten Anläufen in dieser Sache kann sich Geisel mittlerweile der Unterstützung der Koalitionspartner sicher sein. Die sportpolitischen Sprecher von SPD, Linke und Grünen, Dennis Buchner, Philipp Bertram und Nicole Ludwig, äußern sich positiv. Der Tagesspiegel dazu weiter: „Noch Mitte Juni hatte Stadtentwicklungssenatorin Lompscher (Linke) auf die Frage, ob Hertha im Norden des TXL-Areals ein Grundstück kaufen und bebauen könnte, brüsk geantwortet: ‚Das ist kein Thema für uns‘. […] Koalitionsintern hat Lompscher aber signalisiert, dass sie gesprächsbereit ist, auch wenn ihr eine Umplanung des Flughafengeländes nach Schließung von TXL im Frühjahr 2021 nicht in den Kram passt.“ Bleibt eine entscheidende Frage: „Es bedarf auch einiger Fantasie, um den künftigen Wissenschaftsstandort ‚Urban Tech Republic‘, das neue Schumacher Wohnquartier und die idyllische Tegeler Stadtheide mit einer Fußballarena in Einklang zu bringen.“